Welpenfutter für Hunde: Was dein Welpe je nach Größe braucht

Australian-Shepherd-Welpe frisst Trockenfutter aus einem Edelstahlnapf
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Ein Welpe wächst im ersten Lebensjahr von einer Handvoll Hund zum ausgewachsenen Tier – beim Chihuahua auf zwei, drei Kilo, beim Labrador auf dreißig. Genau dieser Unterschied entscheidet, welches Futter in den Napf gehört. Kleine Rassen brauchen viel Energie in kleinen Portionen, große Rassen brauchen vor allem eines: kein Zuviel. Dieser Guide erklärt, warum das so ist, wie oft und wie viel du fütterst, welche Welpenfutter es für welche Größe gibt und wann der Umstieg auf Adult-Futter ansteht.

Warum ein Welpe eigenes Futter braucht

Wachstumsfutter ist anders zusammengesetzt als Futter für erwachsene Hunde, und das hat drei handfeste Gründe.

Energie. Ein wachsender Hund verbraucht nicht nur Energie, er verbaut sie auch – in Knochen, Muskeln und Organe. Wie hoch der Bedarf ist, hängt davon ab, wie weit der Welpe noch von seinem Endgewicht entfernt ist. Die FEDIAF-Ernährungsrichtlinien (Ausgabe 2025 als PDF) geben dafür eine Formel an: Hat ein Welpe ein Drittel seines erwarteten Endgewichts erreicht, liegt sein Bedarf bei rund 210 kcal je Kilogramm metabolischer Körpermasse; bei 90 % des Endgewichts sind es nur noch rund 133 kcal. Ein ausgewachsener Hund mit geringer bis mäßiger Bewegung kommt laut derselben Quelle mit 95 bis 110 kcal aus. Ein junger Welpe braucht also, bezogen auf seine Größe, etwa doppelt so viel Energie – mit einem Magen, der dafür viel zu klein ist. Deshalb ist Welpenfutter energiedichter und wird auf mehr Mahlzeiten verteilt.

Protein. Neues Gewebe entsteht aus Eiweiß. Die FEDIAF empfiehlt für Welpen bis zur 14. Woche mindestens 25 g Protein je 100 g Trockenmasse, danach mindestens 20 g; für erwachsene Hunde liegen die Mindestwerte bei 18 bis 21 g.

Calcium und Phosphor. Ein Skelett, das in wenigen Monaten auf ein Vielfaches wächst, braucht mehr Mineralstoffe – aber in engen Grenzen. Die FEDIAF nennt für die frühe Wachstumsphase mindestens 1 g Calcium je 100 g Trockenmasse und gleichzeitig ein Maximum von 1,6 g, später von 1,8 g. Begründet wird die Obergrenze damit, dass eine hohe Calciumaufnahme die Skelettentwicklung großer Rassen beeinträchtigt, besonders in der frühen Wachstumsphase. Bei erwachsenen Hunden liegt das Maximum dagegen bei 2,5 g. Ein Adult-Futter erfüllt diese Wachstumsvorgaben nicht automatisch – das ist der Hauptgrund, warum es Welpenfutter überhaupt gibt.

Große und kleine Rassen: zwei verschiedene Probleme

„Welpenfutter“ allein sagt wenig. Ein Chihuahua-Welpe und ein Labrador-Welpe haben fast entgegengesetzte Risiken. Die Hersteller trennen ihre Sorten entsprechend nach erwartetem Endgewicht.

Große Rassen: Labrador, Schäferhund, Golden Retriever

Bei großen Rassen ist zu viel Energie das Hauptrisiko, nicht zu wenig. Die FEDIAF fasst den Forschungsstand so zusammen: Überfütterung beschleunigt das Wachstum, und beschleunigtes Wachstum kann vor allem bei großen und Riesenrassen zu Skelettfehlbildungen führen. Der heikle Punkt steht gleich daneben: Welpen mit hoher Energieaufnahme sehen dabei nicht unbedingt dicker aus. Der zu schnell wachsende Welpe kann schlank wirken – das Zuviel steckt im Tempo, nicht im Bauchumfang. Die Richtlinien ziehen daraus eine klare Konsequenz: Welpen nie Futter zur freien Verfügung anbieten.

Innerhalb einer Marke ist die Sorte für große Rassen meist etwas weniger energiedicht als die Mini-Sorte – eine feste Regel über alle Größenklassen ist das allerdings nicht. Royal Canin gibt für Maxi Puppy 378 kcal je 100 g an, für Mini Puppy 407 kcal – und für Medium Puppy mit 410 kcal sogar etwas mehr als für Mini. Beim Hersteller bosch sind es 372 kcal für Maxi Junior gegenüber 391 kcal für Mini Junior, bei Josera 368 kcal für Kids gegenüber 399 kcal für Mini Junior. Sein Maxi Junior beschreibt bosch ausdrücklich als Aufzuchtfutter „mit moderatem Energiegehalt“ für Hunde ab 25 kg Endgewicht, bei denen eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit vermieden werden soll.

Für den Labrador, den Golden Retriever und den Deutschen Schäferhund heißt das ganz praktisch: Welpenfutter für große Rassen wählen, nach Herstellertabelle abwiegen und die Menge nicht erhöhen, nur weil der Welpe hungrig guckt. Zusätzliches Calcium hat in diesem Napf nichts zu suchen – dazu unten mehr.

Kleine Rassen: Chihuahua, Dackel, Yorkshire Terrier

Bei kleinen Rassen kippt das Problem in die Gegenrichtung. Ein Welpe, der erwachsen zwei bis drei Kilo wiegen wird, hat einen winzigen Magen und kaum Reserven. Er muss seine Energie aus wenig Futter ziehen, also braucht er ein energiedichtes Futter und kurze Abstände zwischen den Mahlzeiten. Bei sehr kleinen Welpen kann eine zu lange Pause zur Unterzuckerung führen: Zittern, Schwäche, Teilnahmslosigkeit sind dann Warnzeichen, bei denen du sofort die Tierarztpraxis anrufst, statt abzuwarten.

Dazu kommt die Krokettengröße. Ein kleiner Kiefer kommt mit großen Brocken schlecht zurecht. Royal Canin beschreibt die Krokette von Mini Puppy als „klein und leicht zu kauen“, Josera gibt für Mini Junior einen Durchmesser von etwa 10,5 mm bei 4 mm Dicke an.

Kleine Rassen sind außerdem früher ausgewachsen. Nach den Formeln der FEDIAF für die Wachstumskurve berechnet, hat ein Hund mit bis zu 7 kg erwartetem Endgewicht mit sechs Monaten rund drei Viertel seines Endgewichts erreicht, mit zwölf Monaten praktisch alles. Für den Chihuahua, den Dackel und den Yorkshire Terrier endet die Welpenfutter-Zeit deshalb früher als beim Labrador. Beim Dackel lohnt es sich, von Anfang an auf eine schlanke Linie zu achten: Viele Kilos, die der lange Rücken später tragen muss, kommen schon im Junghundalter dazu.

Kurzköpfige Rassen: Französische Bulldogge, Mops, Englische Bulldogge

Brachyzephale Rassen haben einen kurzen Kiefer, mit dem sie Kroketten schlechter greifen. Wer hastig frisst, schluckt dabei Luft mit. Kleine Portionen und eine Krokettenform, die zum Kiefer passt, machen hier mehr aus als bei anderen Rassen. Für die Englische Bulldogge bietet Royal Canin mit Bulldog Puppy eine eigene Welpensorte an, deren Krokette laut Hersteller dem Welpen die Nahrungsaufnahme erleichtert und ihn zum Kauen anregt. Wie die Ration bei der Bulldogge im ersten Jahr verläuft, zeigen wir auf der Seite zur Englischen Bulldogge. Der zweite Punkt ist das Gewicht: Bei Rassen, deren Atmung ohnehin eingeschränkt ist, kostet jedes überschüssige Kilo Luft. Und was sich im Wachstum an Polstern anlegt, muss später mühsam wieder herunter – bei einem Hund, der sich ohnehin nur begrenzt anstrengen kann.

Die Französische Bulldogge liegt mit 8 bis 14 kg genau an der Grenze zwischen den Größenklassen – und die Hersteller ziehen diese Grenze unterschiedlich: Bei Royal Canin reicht Mini Puppy bis 10 kg Endgewicht, Medium Puppy beginnt bei 11 kg; bei bosch gilt Mini Junior bis 15 kg. Entscheidend ist das erwartete Endgewicht deines Welpen, das du am besten an den Elterntieren abschätzt. Der Mops liegt mit 6 bis 8 kg bei allen genannten Herstellern klar in der Mini-Klasse.

Mahlzeiten nach Alter

Die Zahl der Mahlzeiten folgt der Magengröße, nicht dem Kalender – die Tabelle ist ein Rahmen, in dem du dich an deinem Welpen orientierst:

Alter Mahlzeiten pro Tag Was sich in dieser Phase ändert
8–12 Wochen 4 Ankunft im neuen Zuhause. Die ersten Tage beim Futter des Züchters bleiben; FEDIAF zählt diese Zeit bis zur 14. Woche zur frühen Wachstumsphase mit den höchsten Protein- und Calcium-Mindestwerten.
3–4 Monate 3–4 Ab der 14. Woche beginnt laut FEDIAF die späte Wachstumsphase. Bei kleinen Rassen nähert sich die Tagesmenge bereits ihrem Höchstwert.
4–6 Monate 3 Bei großen Rassen erreicht die Tagesmenge jetzt fast ihren Höchstwert. Für Welpen mit über 15 kg Endgewicht empfiehlt die FEDIAF bis etwa zum sechsten Monat weiterhin mindestens 1 % Calcium in der Trockenmasse.
6–10 Monate 2–3 Je nach Futter sinkt die Tagesmenge jetzt oder bleibt etwa gleich – maßgeblich ist die Tabelle deiner Sorte (Beispiele unten).
10–15 Monate 2 Umstieg aufs Adult-Futter – kleine Rassen zuerst, große zuletzt.

Wenn du Mahlzeiten streichst, wird die Tagesmenge auf die übrigen verteilt, nicht reduziert. Wie du das Schritt für Schritt machst und warum große, tiefbrüstige Hunde auch erwachsen bei zwei Portionen bleiben sollten, steht im Ratgeber Wie oft sollte ich meinen Hund füttern?.

Wie viel Futter braucht ein Welpe?

Die ehrliche Antwort: so viel, wie die Fütterungstabelle deines Futters angibt, angepasst an das, was die Waage zeigt. Eine allgemeine Formel hilft beim Welpen wenig, und zwar aus zwei Gründen. Erstens unterscheiden sich die Sorten in der Energiedichte: Josera Kids liefert 368 kcal je 100 g, Royal Canin Medium Puppy 410 kcal. Um auf dieselbe Energiemenge zu kommen, wiegst du von Josera Kids also rund 11 % mehr ab. Zweitens hängt der Bedarf vom Verhältnis zwischen aktuellem Gewicht und erwartetem Endgewicht ab – genau das haben die Hersteller in ihre Tabellen nach Alter und Endgewicht bereits eingerechnet.

Wie sich die Tagesmenge nach dem ersten halben Jahr entwickelt, ist dabei von Hersteller zu Hersteller verschieden: bei Royal Canin sinkt sie deutlich, bei bosch kaum, bei Josera bleibt sie gleich oder steigt sogar leicht. Vier Beispiele aus den Fütterungstabellen der Hersteller:

  • Royal Canin Maxi Puppy, 30 kg erwartetes Endgewicht: 277 g mit zwei Monaten, Höchstwert von rund 455 g mit sechs bis sieben Monaten, ab dem elften Monat rund 325 g – fast ein Drittel weniger als auf dem Gipfel. Auch Mini Puppy folgt diesem Muster: bei 4 kg Endgewicht 78 g mit zwei Monaten, rund 93 g um den vierten, fünften Monat, gegen Ende der Welpenzeit rund 66 g.
  • bosch HPC Maxi Junior, 30 kg: 415 g mit fünf bis neun Monaten, 405 g mit neun bis zwölf Monaten – ein Rückgang von rund 2 %.
  • Josera Mini Junior, 4 kg: 75–85 g mit fünf bis sechs Monaten und dieselben 75–85 g mit sieben bis zwölf Monaten.
  • Josera Kids, 30 kg: 355–415 g mit fünf bis sechs Monaten, 360–425 g mit sieben bis zwölf und 360–435 g mit 13 bis 20 Monaten. Josera gibt an, dass beide Sorten ohne Futterumstellung bis ins Erwachsenenalter gefüttert werden können.

Bei der Englischen Bulldogge zeigt die Tabelle von Royal Canin Bulldog Puppy das Royal-Canin-Muster besonders deutlich: bei 24 kg Endgewicht rund 315 g mit drei Monaten, rund 378 g mit sechs und nur noch rund 215 g mit zwölf Monaten – mehr dazu auf unserer Seite zur Englischen Bulldogge. Die Lehre daraus gilt für jede Sorte: Lass die Menge nicht nach Gefühl weiterlaufen, sondern sieh jeden Monat in der Tabelle deines eigenen Futters nach.

Die Kontrolle läuft über die Waage: einmal pro Woche wiegen, die Werte notieren und mit der Herstellertabelle vergleichen. Dazu die Rippenprobe – die Rippen sollen sich mit leichtem Druck ertasten lassen. Unser Futterrechner ist für ausgewachsene Hunde gebaut; beim Welpen hilft er dir, die spätere Erhaltungsration für den Umstieg aufs Adult-Futter vorab einzuschätzen.

Welpenfutter im Vergleich: sechs Sorten nach Größe

Sechs Trockenfutter von drei Herstellern, die in Deutschland und Österreich breit erhältlich sind. Alle Angaben stammen von den Produktseiten der Hersteller (Stand Oktober 2026); die Energie ist die dort angegebene umsetzbare Energie.

Sorte Für Endgewicht Energie je 100 g Was der Hersteller angibt
Royal Canin Mini Puppy bis 10 kg 407 kcal 2 bis 10 Monate; kleine, leicht zu kauende Krokette
Josera Mini Junior Duck & Salmon kleine Rassen (Tabelle 2–10 kg) 399 kcal ab der 6. Woche; laut Hersteller ohne Umstellung bis ins Erwachsenenalter fütterbar; Geflügel als Hauptproteinquelle, dazu Ente und Lachs
bosch HPC Medium Junior 15–25 kg 374 kcal bis zum 12. Monat; 26 % Protein, Calcium 1,25 %, Phosphor 1,0 %
Josera Kids mittlere und große Rassen 368 kcal ab der 6. Woche, laut Hersteller ohne Umstellung bis ins Erwachsenenalter; Calcium 1,3 %, Phosphor 1,0 %
Royal Canin Maxi Puppy 26–44 kg 378 kcal 2 bis 15 Monate; mit DHA und Präbiotika (MOS)
bosch HPC Maxi Junior ab 25 kg 372 kcal bis zum 12. Monat; eiweißreduziert (24 %), moderater Energiegehalt, Calcium 1,2 %, Phosphor 0,9 %

Zwei Ergänzungen, die nicht in die Tabelle passen, weil ihre Angaben anders aufgebaut sind:

  • Getreidefrei für große Rassen: Wolfsblut Large Breed Puppy Wild Duck ist ein getreidefreies Trockenfutter für Welpen großer Rassen mit 50 % Ente als Hauptzutat und 34 % Rohprotein; der Hersteller führt es als Monoprotein. Einen Energiewert nennt die Produktseite nicht, vergleichen kannst du hier nur über die Fütterungsempfehlung. Ob getreidefreies Futter für deinen Welpen überhaupt nötig ist, klärt unser Guide zu getreidefreiem Hundefutter.
  • Nassfutter: Animonda GranCarno Junior Rind + Huhn ist ein Alleinfuttermittel für wachsende Hunde im ersten Lebensjahr, mit 40 % Rind und 28 % Huhn. Animonda gibt 0,48 MJ je 100 g an, das sind rund 115 kcal – knapp ein Drittel der Energiedichte eines Welpen-Trockenfutters. Für dieselbe Energie brauchst du also gut die dreifache Menge. Wie du Nass- und Trockenfutter kombinierst und umrechnest, steht im Vergleich Trockenfutter vs. Nassfutter.

Welches passt zu welchem Welpen? Für Chihuahua, Yorkshire Terrier und Dackel kommen die Mini-Sorten infrage. Für Labrador, Golden Retriever und die meisten Schäferhunde je nach erwartetem Endgewicht die Maxi- oder Medium-Sorten – eine Labrador-Hündin mit 25 kg fällt bei Royal Canin noch unter Medium Puppy – oder Josera Kids, das Josera für mittlere und große Rassen gemeinsam anbietet. Bei der Französischen Bulldogge hängt es vom erwarteten Endgewicht und von der Größengrenze des jeweiligen Herstellers ab. Ein „bestes Welpenfutter“ gibt es nicht – die richtige Größenklasse, eine Sorte, die dein Welpe gut verträgt, und eine konsequent eingehaltene Menge zählen mehr als die Marke.

Übergang zum Adult-Futter

Wann der Wechsel ansteht, hängt davon ab, wann das Wachstum endet – und das ist je nach Größe sehr unterschiedlich. Nach den Formeln der FEDIAF für die Wachstumskurve berechnet, hat ein Hund mit bis zu 7 kg erwartetem Endgewicht mit zwölf Monaten sein Endgewicht praktisch erreicht, einer mit 27,5 bis 47,5 kg erst rund 90 %, ein Riese über 47,5 kg rund 82 %.

Die Hersteller geben unterschiedliche Zeitpunkte an:

  • Royal Canin: Mini Puppy bis zum 10. Monat, Medium Puppy bis zum 12. Monat, Maxi Puppy bis zum 15. Monat.
  • bosch HPC: Mini, Medium und Maxi Junior bis zum 12. Monat, mit dem Zusatz, erst dann schrittweise umzustellen, wenn der Hund sein Endgewicht erreicht hat.
  • Josera: Kids und Mini Junior sind laut Hersteller so ausgelegt, dass sie ohne Futterumstellung bis ins Erwachsenenalter gefüttert werden können.

Als Faustregel ergibt sich daraus: kleine Rassen um den 10. Monat, mittlere um den 12. Monat, große zwischen 12 und 15 Monaten, sehr große eher später. Achte beim Wechsel nicht nur auf die Sorte, sondern auch auf die Menge: Adult-Futter hat oft eine andere Energiedichte, und der Bedarf des ausgewachsenen Hundes liegt unter dem des Junghundes. Hier ist der richtige Moment für den Futterrechner.

Umgestellt wird schrittweise, indem der Anteil des neuen Futters über eine bis zwei Wochen steigt. Den genauen Mischplan und die Zeichen, bei denen du besser bremst, findest du im Ratgeber zur Futterumstellung beim Hund. Dasselbe gilt schon früher: Wenn du nach dem Einzug von der Sorte des Züchters auf dein eigenes Welpenfutter wechseln willst, lass den Welpen zuerst ankommen und mische dann nach demselben Plan langsam.

Häufige Fehler beim Füttern von Welpen

  1. Calcium oder Mineralpulver dazugeben. Ein Alleinfuttermittel für Welpen ist auf den Bedarf im Wachstum eingestellt. Wer zusätzlich Calcium gibt, schiebt den Gehalt in Richtung der Obergrenze, die die FEDIAF eigens für große Rassen festlegt. Zusätze nur nach Absprache mit der Tierarztpraxis.
  2. Nach Augenmaß füttern. Ein Messbecher fasst je nach Krokettengröße unterschiedlich viele Gramm, und beim Welpen fällt ein Zuviel optisch spät auf. Futter abwiegen und den Welpen wöchentlich wiegen – das ist die verlässlichste Kontrolle.
  3. Leckerlis außerhalb der Rechnung. Kauartikel und Trainingsbelohnungen bringen eigene Kalorien mit. Am einfachsten nimmst du einen Teil der Tagesration als Belohnung und ziehst ihn vom Napf ab.
  4. Napf zur freien Verfügung. Dauerhaft gefüllte Näpfe nehmen dir jede Kontrolle über die Menge. Für Welpen rät die FEDIAF ausdrücklich davon ab.
  5. Die Menge nach Gefühl weiterlaufen lassen. Ob die Tagesmenge nach dem sechsten Monat sinkt, gleich bleibt oder leicht steigt, hängt vom Futter ab. Sieh deshalb jeden Monat in der Tabelle deines eigenen Futters nach, statt die Portion einfach fortzuschreiben.
  6. Adult-Futter, damit der Welpe langsamer wächst. Klingt logisch, geht aber am Ziel vorbei: Ein Adult-Futter muss nur die Mindestwerte für erwachsene Hunde erfüllen, und die liegen bei Protein und Calcium unter denen für das Wachstum. Langsamer wächst ein Welpe durch eine kontrollierte Menge eines passenden Welpenfutters.

Häufige Fragen

Ab wann bekommt ein Welpe Welpenfutter? Sobald er feste Nahrung frisst – das beginnt noch beim Züchter. Die Hersteller nennen unterschiedliche Startpunkte: Royal Canin Mini, Medium und Maxi Puppy ab einem Alter von zwei Monaten, Josera Kids und Mini Junior ab der 6. Woche. Nach dem Einzug fütterst du zunächst weiter, was der Welpe kennt, und wechselst erst später schrittweise.

Wie oft muss ich einen Welpen füttern? Mit acht bis zwölf Wochen viermal am Tag, danach drei- bis viermal, etwa ab dem sechsten Monat zwei- bis dreimal. Sehr kleine Rassen brauchen die kurzen Abstände besonders, weil sie kaum Reserven haben.

Wie viel Futter braucht ein Welpe? So viel, wie die Fütterungstabelle deines Futters für Alter und erwartetes Endgewicht angibt. Die Menge steigt bis etwa zum vierten (kleine Rassen) bzw. siebten Monat (große Rassen). Danach ist es je nach Hersteller verschieden: Bei Royal Canin sinkt sie deutlich, bei bosch kaum, bei Josera bleibt sie etwa gleich. Sieh jeden Monat in deiner Tabelle nach und kontrolliere wöchentlich mit der Waage.

Ein Labrador-Welpe mit 8 Wochen – wie füttere ich ihn? Viermal täglich ein Welpenfutter für große Rassen, abgewogen nach Herstellertabelle. Für Royal Canin Maxi Puppy nennt der Hersteller bei 30 kg erwartetem Endgewicht 277 g pro Tag mit zwei Monaten, also knapp 70 g je Mahlzeit. Mehr zur Rasse auf unserer Seite zum Labrador Retriever.

Welpenfutter für den Labrador – worauf muss ich achten? Auf eine Sorte für große Rassen mit moderater Energiedichte, auf eine strikt eingehaltene Menge und darauf, nichts dazuzugeben. Labradore fressen gern mehr, als sie brauchen; das Wachstumstempo steuerst du über die Portion, nicht über den Hunger des Welpen.

Welches Welpenfutter für Chihuahua oder Dackel? Eine Mini-Sorte mit kleiner Krokette und hoher Energiedichte – in den ersten Wochen vier Portionen am Tag, später drei. Beim Chihuahua sind die kurzen Abstände wegen der Unterzuckerungsgefahr wichtig, beim Dackel die schlanke Linie von Anfang an.

Wann stelle ich auf Adult-Futter um? Kleine Rassen meist um den 10. Monat, mittlere um den 12., große zwischen 12 und 15 Monaten – je nach Herstellerangabe und erst, wenn der Hund sein Endgewicht annähernd erreicht hat. Umgestellt wird über eine bis zwei Wochen.

Alle Angaben sind Orientierungswerte und ersetzen keine Untersuchung. Wächst dein Welpe auffällig schnell oder langsam, frisst er schlecht, hat er Durchfall, lahmt er oder ist er schlapp, gehört das in die Tierarztpraxis – dort kann auch das Wachstum anhand regelmäßigen Wiegens begleitet werden.